Schule in Hessen gewinnt Schulpreis

Innovative Lernkonzepte, Zusammenhalt und Inklusion – das sind nur einige Merkmale, mit denen die Gewinner-Schulen beim Deutschen Schulpreis überzeugen. Der Hauptpreis ging nach Hessen.
Der Deutsche Schulpreis geht in diesem Jahr nach Hessen. Die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf, südwestlich von Frankfurt, kann sich über das Preisgeld von 100.000 Euro freuen. Sechs weitere Schulen wurden mit jeweils 30.000 Euro ausgezeichnet.
Dabei handelt es sich um die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Tuttlingen (Baden-Württemberg), die Hans-Leipelt-Schule Donauwörth (Bayern), das Georg-Christoph-Lichtenberg-Oberstufengymnasium in Bruchköbel (Hessen), die Oberschule Berenbostel in Garbsen (Niedersachsen) und die Staatliche Grundschule Tannroda (Thüringen). Ein zusätzlicher Preis der Jury für gesellschaftlichen Zusammenhalt – ebenfalls in Höhe von 30.000 Euro – geht an die Stadtteilschule Wilhelmsburg in Hamburg. Die übrigen neun Finalisten erhalten einen Anerkennungspreis in Höhe von je 5.000 Euro.
Die Ehrung fand in diesem Jahr zum 20. Mal statt, auch Bundeskanzler Friedrich Merz war dazu eingeladen. Bildung sei "eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Aufgabe unserer Gesellschaft", betonte er. In seiner Rede bezog er sich auch auf die Anfang September vorgestellte PISA-Studie.
Deutschlands Schülerinnen und Schüler hatten in Mathematik und Lesekompetenz schlechter abschnitten als je zuvor. Die Studie habe erneut "die großen Defizite in unserem Bildungssystem dokumentiert". Dies sei ein Grund, "jetzt noch mehr zu tun dafür, dass unsere Bildung besser wird in Deutschland".
Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule aus Mörfelden-Walldorf hat den renommierten Deutschen Schulpreis gewonnen – und damit sehr viel Geld.
Zur Bertha-von-Suttner-Schule als Wettbewerbssieger hieß es von der Jury, sie zeige mit mehr als 2.000 Schülerinnen und Schülern und 250 Lehrkräften eindrucksvoll, wie eine große Schulgemeinschaft gemeinsame pädagogische Ziele konsequent und mit viel Ausdauer verfolge.
Hervorgehoben wird, dass multiprofessionelles Arbeiten und Inklusion die Regel und eine tief verwurzelte Haltung in der Schulgemeinschaft der Gesamtschule seien.
Die Hans-Leipelt-Berufsoberschule im schwäbischen Donauwörth wurde für ihr Konzept zum flexiblen und individuellen Lernen ausgezeichnet. Statt klassischer Stundenpläne erhalten die Schülerinnen und Schüler Einführungen zu bestimmten Fragestellungen, dann sollen sie selbstorganisiert weiterarbeiten.
Die Lehrkräfte stehen ihnen dabei als Coaches zur Seite. Die Lernenden können sich Unterstützung holen, wenn sie sie benötigen. Sie sind dabei nicht fest einer Lehrkraft zugeordnet, sondern können sich auch an eine Lehrkraft aus einer anderen Klasse wenden.
Die Hamburger Stadtteilschule Wilhelmsburg bekam den Preis für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Schule, deren gut 1.200 Schülerinnen und Schüler zu 80 Prozent zweisprachig aufwachsen, habe sich "zu einem Ort entwickelt, der Vielfalt als tragendes Fundament des schulischen Lebens versteht", hieß es zur Begründung.



