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400 Tiere tot nach Brand auf Bauernhof: Freunde und Landwirte helfen gemeinsam

400 Tiere tot nach Brand auf Bauernhof: Freunde und Landwirte helfen gemeinsam

Nach dem verheerenden Brand in Grosselfingen (Zollernalbkreis) am Samstag ist die Hilfsbereitschaft in und um die Gemeinde groß: Nachbarn und Freunde hatten beim Löschen geholfen. Jetzt gibt es außerdem eine Spendenaktion.

Dass das Feuer überhaupt so schnell entdeckt wurde, ist Siegfried Stauß zu verdanken. Er ist ein Nachbar des Aussiedlerhofs und hat den Brand am Samstagnachmittag entdeckt. Der freiwillige Feuerwehrmann hat direkt beim Löschen geholfen. "Der Puls war höher, das ist ganz klar", erzählt er dem . Er wusste aber, was er tun musste. "Ich kenne den Betrieb, ich weiß, was da alles drinsteht an Maschinenwerten." Er wisse selbst was alles zu einem eigenen Hof gehöre und was so ein Brand für den Betrieb bedeute. "Da will man gar nicht dran denken."

Auch andere Landwirte waren die ganze Nacht im Einsatz, um den Brand zu löschen. Die Landwirte haben Güllefässer mit Wasser betankt und sind dann zum brennenden Aussiedlerhof gefahren, weil es dort keinen Hydranten gibt.

Michael Pyka ist mit den betroffenen Landwirten des Hofs befreundet. Er hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Das Geld können die Betroffenen gut gebrauchen: Der Schaden nach dem Brand liegt laut Polizei in Millionenhöhe. Rund 400 Tiere seien verendet – zuvor hatte die Feuerwehr von 470 und die Polizei später von 600 verendeten Tieren gesprochen.

Mit dem Geld solle schnellstmöglich Futter für die überlebenden Tiere angeschafft werden – das wurde bei dem Feuer nämlich zerstört. Ob das wegen des trockenen Sommers so einfach sei, ist unklar. Außerdem sollen von dem Geld neue Maschinen für den Hof finanziert werden. "Wenn die ganze Maschinerie weg ist, kann man der Arbeit nicht mehr nachgehen", sagt er.

Mittlerweile wurden schon mehr als 22.000 Euro gespendet. Pyka ist dankbar, dass in so kurzer Zeit schon so viel Geld zusammengekommen ist: "Jeder Centbetrag ist schon eine Freude. Mich freut es natürlich, dass da so ein Zusammenhalt von jeder Seite kommt." Auch die Landwirte und die Feuerwehr hätten bei den Löscharbeiten gut zusammengearbeitet.

Viele Grosselfinger sind geschockt von den Ausmaßen des Brandes. "Es ist eine Tragödie", sagt eine Grosselfingerin. So ein Brand sei existentiell für einen Landwirt. "Bis eine Versicherung zahlt und bis eine Brandursache festgestellt ist, dauert das Ewigkeiten", sagt sie. Eine andere Frau findet es traurig, dass so viele Tiere starben. Bis alles wieder aufgebaut sei, gebe es viel Arbeit für die Landwirte.

Anwohner melden eine Rauchwolke über einem Aussiedlerhof im Zollernalbkreis.

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