USA töten vier Menschen auf mutmaßlichem Drogenboot in der Karibik

Angesichts des desaströsen Verlaufs des Militäreinsatzes gegen Iran gerät mitunter in Vergessenheit, was für Aktionen die USA nun schon seit geraumer Zeit in der Karibik und im Ostpazifik durchführen.
So hat das US-Militär bei einem Angriff auf ein Schiff in der Karibik am Samstag vier Menschen getötet. Das Schiff sei nachweislich am Drogenhandel beteiligt gewesen, teilte das zuständige Südkommando des Militärs auf der Plattform X mit.
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Der Angriff ist Teil einer im vergangenen Jahr begonnenen Kampagne der Regierung von US-Präsident Donald Trump gegen sogenannte »Narco-Terroristen«. Vor zehn Tagen waren bei einem ähnlichen Einsatz in der Karibik nach US-Militärangaben drei Menschen getötet worden.
Seit Beginn der Kampagne wurden bei der US-Militäraktion »Southern Spear« gegen Schiffe in der Karibik und im Ostpazifik mehr als 220 Menschen getötet (mehr dazu hier).
Die US-Regierung hat bislang keine eindeutigen Belege dafür vorgelegt, dass die angegriffenen Schiffe tatsächlich in den Drogenhandel verwickelt waren. Juristen und Menschenrechtsgruppen kritisieren, die Angriffe könnten außergerichtlichen Tötungen gleichkommen, weil sie sich offenbar gegen Zivilisten richteten, die keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstellten. Es gab auch den Vorwurf, dass es sich um mögliche Kriegsverbrechen handelt. Kritik kam im vergangenen Jahr auch von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und dem französischen Außenminister Jean-Noël Barrot.
US-Außenminister Marco Rubio hingegen verteidigt immer wieder Taktik seines Landes, zuletzt bei einem Besuch in Ecuador. »Wenn man diesen Gruppen nicht die Stirn bietet, werden sie diese Länder regelrecht auffressen«, sagte Rubio in der Hauptstadt Quito (hier mehr dazu).
Rubio äußerte sich nach Gesprächen mit Ecuadors Präsident Daniel Noboa, einem engen Verbündeten von US-Präsident Trump. Der US-Außenminister kündigte an, dass Washingtons Einsätze fortgesetzt würden.




