Hertha BSC: Doppelpack! Das steckt hinter Thorsteinssons Tor-Explosion

Hertha-Angreifer Jon Dagur Thorsteinsson (28) erzielte mit zwei Weitschüssen seinen ersten Doppelpack in der 2. Mit seinen Saison-Toren Nummer zwei und drei war der Isländer Herthas Matchwinner beim 2:1-Sieg in Dresden. Kurios: In den 33 Zweitliga-Spielen zuvor hatte Thorsteinsson erst einen Treffer erzielt.
Hertha-Trainer Stefan Leitl (49) happy: „Jon ist einer der besten Abschlussspieler, die wir haben.“ Das war aber nicht immer so. Hinter der neuen Treffsicherheit des Hertha-Scharfschützen steckt ein Geheimnis. Hier hat Herthas Torwart-Trainer Andreas Menger (54) seine Hände im Spiel.
Thorsteinsson verrät nach seinen zwei Weitschusstoren: „Ich trainiere diese Schüsse mit Andreas Menger, arbeite mit ihm dabei an den kleinen Details und bin glücklich, dass sich das auszahlt. Das hilft mir, meinen. Schuss zu verbessern. Vor meinem ersten Tor habe ich gesehen, dass der Verteidiger seine Beine öffnet und der Ball wahrscheinlich reingeht, wenn ich den Ball dort durchbekomme. Beim zweiten Treffer habe ich einen guten Pass von Mads (Pedersen) bekommen, den Raum gesehen und den Ball dann gut getroffen.“
Was sind das denn für Übungen? Nach dem offiziellen Trainingsschluss schnappt sich der Torwart-Trainer oft die Stürmer, trainiert mit ihnen spezielle Treffer-Übungen. Oft hängen mehrere farbige Leibchen im leeren Hertha-Tor, die die Stürmer dann aus unterschiedlichen Winkeln treffen müssen.
Sportdirektor Benjamin Weber (46) verrät: „Er hat jetzt das Momentum, dass die Bälle hineinfallen. Das hat er sich auch mehr als verdient. Jon trainiert das wirklich sehr viel mit Andi Menger im Torschusstraining. Der weiß als ehemaliger Torwart natürlich, wo es am schwierigsten für die Torhüter ist, einen Ball zu halten. Und gibt da seine Geheimnisse weiter.“
Von diesem Spezial-Programm profitierte letzte Saison Fabian Reese (28) mit 13 Hertha-Toren. Nun ist Thorsteinsson an der Reihe. Islands Nationalspieler hat zudem schon drei Torvorlagen auf dem Konto. Er ist in der Form seines Lebens. Er sagt: „Ja, das hoffe ich. Ich genieße es gerade bei Hertha und bin sehr glücklich über die drei Punkte. Unser Team wird immer besser. Ich hoffe, dass es so weitergeht.“
Am Ende lüftet er noch das Geheimnis um den Tapeverband um sein rechtes Handgelenk: „Da hatte ich in der Vorbereitung einen kleinen Knochenbruch.“ Doch aktuell lässt sich Herthas neuer Scharfschütze durch nichts stoppen.
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