Reaktionen aus der Presse: Was Italien am AfD-Sieg beunruhigt

Dass die Wahl im kleinen deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt auch in Italien keine ist wie jede andere, kann man schon am Montagmorgen den Titelblättern der großen Tageszeitungen entnehmen: „Die AfD gewinnt und macht Angst“, schreibt der „Corriere della Sera“.
Einen Tag später fahren – in Anlehnung an einen weiteren Filmtitel – Ulrich Siegmund und seine Frau Julia mit ihrer Simson auf der Titelseite des „Manifesto“ dem Schriftzug „Zona d’interesse“, „Zone of interest“, entgegen.
So vermitteln Zeitungen durchaus unterschiedlicher politischer Ausrichtung, dass man es hier nicht mit irgendeiner Partei zu tun hat, sondern mit einer, die man nicht unterschätzen sollte und deren Erfolg auch für Europa, für Italien eine Rolle spielt.
Natürlich muss man den italienischen Leserinnen und Lesern zunächst einmal erklären, wer dieser Ulrich Siegmund eigentlich ist, was seine Partei und ihr Programm in Sachsen-Anhalt und im Bund ausmacht und wie sich das Verhältnis von Ost- und Westdeutschland, das in Italien wohl am ehesten mit der Beziehung zwischen Norden und Süden vergleichbar wäre, genau gestaltet.




