Zoll durchsucht 17 Objekte in Bayern und Hessen wegen mutmaßlicher Schwarzarbeit

Rund 180 Zollbeamte haben am Dienstagmorgen 17 Wohn- und Geschäftsräume in Bayern und Hessen durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen vier Männer im Alter von 30 bis 72 Jahren.
Der Schwerpunkt des Einsatzes lag im Raum Aschaffenburg. Die örtliche Kriminalpolizei unterstützte die Maßnahmen, wie das Hauptzollamt Schweinfurt mitteilte.
Den Unternehmern wird vorgeworfen, Sozialversicherungsbeiträge nicht gezahlt, Ausländer eingeschleust und die Sozialkasse des Gerüstbaus betrogen zu haben.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sie überwiegend aus Südosteuropa stammende Arbeitskräfte ohne die erforderliche Erlaubnis an andere Bauunternehmen verliehen haben. Ein Teil der Beschäftigten soll zudem keine gültige Arbeitserlaubnis für Deutschland besessen haben.
Die Einsatzkräfte stellten umfangreiche Beweismittel sicher, darunter Computer und Smartphones. Außerdem trafen sie fünf Arbeitskräfte aus Südosteuropa an, die sich mutmaßlich unerlaubt in Deutschland aufhalten.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Würzburg und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern an. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.