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Stromausfall, Evakuierung, Notgepäck: DRK Egelsbach erklärt, wie man sich vorbereitet

Das Rote Kreuz rät Haushalten, Vorräte für zehn Tage anzulegen. Vier Katastrophenschutz-Leuchttürme sollen bald als Anlaufstellen dienen.

Egelsbach – Was passiert, wenn plötzlich für mehrere Stunden oder sogar Tage der Strom ausfällt? „In der Vergangenheit ist das schon mal vorgekommen, auch hier bei uns“, sagt Jens Friedrich vom Egelsbacher Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Während ein kurzer Ausfall meist noch keine größeren Folgen hat, sieht das bei längerer Dauer anders aus: Heizung und Kühlung fallen aus, Einkaufen und Tanken werden schwieriger, Kartenzahlungen funktionieren womöglich nicht mehr und auch die medizinische Versorgung kann beeinträchtigt sein. Wie sich Haushalte auf solche Krisen und andere Katastrophen vorbereiten können, zeigt Friedrich bei einem Vortrag des DRK vor rund 30 Gästen. Auf dem Tisch vor ihm liegen ein Campingkocher, haltbare Lebensmittel, medizinische Ausrüstung und weitere Dinge, die im Ernstfall nützlich werden können.

Zunächst geht Friedrich auf die Vorratshaltung ein. Als Orientierung dient ein Bestand an Essen und Trinkwasser für zehn Tage. Geeignet sind vor allem Lebensmittel mit langer Haltbarkeit und kurzer Kochzeit. „Hamsterkäufe“ sind trotzdem nicht nötig: Vorräte sollten „in Maßen, nicht in Massen“ angeschafft werden. Die Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) geben dafür konkrete Beispiele: Zum Vorrat können etwa Gemüse, Obst, Fleisch oder Fisch in Konserven, Trockenfrüchte, Nüsse, Zwieback und Müsliriegel gehören. Für Trinkwasser nennt das BBK als Richtwert 2 Liter pro Person und Tag. Wichtig ist dabei auch, Lebensmittel einzuplanen, die ohne Kühlung auskommen und sich notfalls ohne Herd essen oder mit wenig Energie zubereiten lassen.

Mit Blick auf Campingausrüstung sagt Friedrich: „Wer oft mit dem Wohnwagen unterwegs ist, der hat sowas. Es ist aber auch als Vorsorge sinnvoll.“ Eng damit verbunden ist die Frage, was griffbereit liegen sollte, wenn die Wohnung kurzfristig verlassen werden muss. „Was würde ich denn mitnehmen wollen, wenn ich innerhalb der nächsten Stunde mein Haus verlassen muss?“, fragt Friedrich. Zum Notgepäck gehören etwa Verbandsmaterial, Ersatzbatterien, Taschenlampe, Taschenmesser, Feuerzeug oder Streichhölzer, eine geladene Powerbank und Wechselkleidung. Aus dem Publikum kommt ein weiterer Tipp: eine Stirnlampe. „Dann hat man die Hände frei.“ Auch wichtige Dokumente wie Personalausweis, Impfpass, Vollmachten und Patientenverfügung sollten schnell erreichbar sein.

Ein Gast möchte wissen, welche Situationen überhaupt eine Evakuierung notwendig machen können. Friedrich nennt größere Schadens- und Brandereignisse sowie Bombenentschärfungen. Häufig können Betroffene zunächst bei Verwandten oder Bekannten unterkommen. „Der ein oder andere muss aber vielleicht in die Turnhalle“, sagt Friedrich.

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