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Lettland: Vier italienische Nato-Soldaten bei Übung in Ādaži verletzt

Lettland: Vier italienische Nato-Soldaten bei Übung in Ādaži verletzt

Bei einem Zwischenfall während einer Nato-Übung in Lettland sind vier italienische Soldaten verletzt worden, einer davon schwer. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Rom wurde ihr Fahrzeug in einem Stützpunkt nahe der Kleinstadt Ādaži mit einem Maschinengewehr beschossen, das auf einem italienischen Schützenpanzer vom Typ Dardo befestigt war. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

Italien hat im Rahmen einer internationalen Brigade mehr als 300 Soldaten in Lettland stationiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden die Verletzten zur Behandlung in die Hauptstadt Riga gebracht, etwa 25 Kilometer entfernt. Keiner der vier sei in Lebensgefahr, hieß es weiter. Das Militär leitete Ermittlungen ein, um den genauen Hergang zu klären.

In Ādaži, einem Stützpunkt der lettischen Armee, sind Soldaten aus mehr als einem Dutzend Ländern stationiert. Die multinationale Brigade der Nato mit insgesamt 3500 Soldaten soll die Nordostflanke des westlichen Militärbündnisses schützen, insbesondere gegen mögliche Angriffe aus Russland auf das Baltikum.

Die nördlichen Nato-Nachbarn Russlands ‌verschärfen derzeit die Sicherheitsvorkehrungen rund um Staudämme, Kraftwerke und Erdgasinfrastruktur. Hintergrund ist die wachsende Sorge, dass die Regierung ‌in Moskau einen Angriff ​unter falscher Flagge ‌mit ukrainischen Drohnen auf diese Einrichtungen inszenieren könnte. Im August kam es bereits mehrfach zu Drohnensichtungen, Nato-Kampfjets fingen die Fluggeräte zum Teil ab.

»Der hybride Krieg respektiert keine Grenzen, die Front ist überall«: Finnlands Ex-Präsident Sauli Niinistö kennt Wladimir Putin besser als die meisten europäischen Politiker. Im Interview mit dem SPIEGEL sagt er, warum Europa sicherstellen sollte, dass es Russland Schäden zufügen kann – und warum Europa Gespräche mit Moskau führen sollte. Mehr dazu lesen Sie hier.

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