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Wahlen in Deutschland: Linke liegt in Berlin klar vorn, AfD führt knapp in Mecklenburg-Vorpommern – CDU fällt auf historisches Tief

Wahlen in Deutschland: Linke liegt in Berlin klar vorn, AfD führt knapp in Mecklenburg-Vorpommern – CDU fällt auf historisches Tief

Bei den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zeichnen sich deutliche Verschiebungen ab. Nach den jüngsten ARD-Prognosen liegt Die Linke in Berlin erstmals auf Platz eins, während die AfD in Mecklenburg-Vorpommern knapp vor der SPD liegt. Die endgültigen Ergebnisse stehen noch aus.

In Berlin kommt Die Linke mit Spitzenkandidatin Elif Eralp laut ARD-Prognose auf 24,5 Prozent. Dahinter folgt die CDU mit 20 Prozent, während die AfD auf 16 Prozent und die Grünen auf 15 Prozent kommen. Die bislang mitregierende SPD fällt auf rund 12 Prozent.

Für Die Linke wäre es das erste Mal, dass sie bei einer Berliner Abgeordnetenhauswahl stärkste Kraft wird. Rechnerisch wäre nach der aktuellen Prognose unter anderem ein Bündnis aus Linken, Grünen und SPD möglich. Auch eine Koalition unter CDU-Führung mit Grünen und SPD wäre rechnerisch denkbar; die Regierungsbildung hängt jedoch vom endgültigen Ergebnis und anschließenden Verhandlungen ab.

In Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD nach der ARD-Prognose mit 37 Prozent knapp vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 35,5 Prozent. Die CDU erreicht lediglich 5,5 Prozent und liegt damit nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Damit würde die CDU ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland erzielen. Die Linke wird in Mecklenburg-Vorpommern derzeit bei 7,5 Prozent, die Grünen bei 5,5 Prozent und das BSW bei 5 Prozent gesehen.

Die bisherige SPD-Linke-Regierung in Mecklenburg-Vorpommern hätte nach den aktuellen Zahlen keine Mehrheit mehr. Sollte den Grünen der Einzug in den Landtag gelingen, wäre rechnerisch eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen möglich. Die anderen großen Parteien haben eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen.

Die Ergebnisse erhöhen zugleich den politischen Druck auf Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz. Reuters berichtet, dass Merz angesichts der Verluste seiner Partei die CDU-Spitze zu Beratungen über das weitere Vorgehen zusammengerufen hat.

Die Zahlen beruhen derzeit noch auf Prognosen und ersten Hochrechnungen. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird im weiteren Verlauf des Wahlabends erwartet.

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