Drogen, Pyrotechnik, homofeindlicher Angriff Polizisten kontrollieren kriminalitätsbelastete Orte in Berlin – mehrere Festnahmen

Die Berliner Polizei war am Samstagabend und in der Nacht zu Sonntag an mehreren sogenannten kriminalitätsbelasteten Orten im Einsatz, um „umfangreiche Kontroll- und Präsenzmaßnahmen“ durchzuführen. Wie die Polizei mitteilte, waren Einsatzkräfte zwischen 19 und 5 Uhr in den Bereichen Warschauer Brücke, Alexanderplatz, Görlitzer Park/Wrangelkiez sowie Kottbusser Tor unterwegs.
Dabei sollen Personen „gefahrenabwehrrechtlich und verhaltensabhängig“ überprüft worden sein, teilweise sollen auch Platzverweise ausgesprochen worden sein. Im Bereich Kottbusser Tor kontrollierten Beamte zudem die Einhaltung der Waffen- und Messerverbotszone.
Laut Polizei soll es mehrere Festnahmen gegeben haben, teilweise wurden bei den Einsätzen auch Polizeikräfte angegriffen. Am U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof beobachteten Polizisten in zivil einen polizeibekannten Mann, der verdächtigt wurde, mit Cannabis zu handeln. Als uniformierte Kräfte den 25-Jährigen ansprechen wollten, flüchtete dieser, konnte aber kurz darauf gestellt werden.
Dabei soll er einem Polizeibeamten ins Gesicht geschlagen und bei der Festnahme erheblichen Widerstand geleistet haben. Der Beamte wurde laut Polizei leicht verletzt, verblieb jedoch im Dienst. Bei der Untersuchung des Mannes sollen Cannabis und Geld aus mutmaßlichen Drogengeschäften gefunden worden sein. Der Tatverdächtige kam in Unterbindungsgewahrsam.
An der Oberbaumbrücke stellten Einsatzkräfte laut Polizei eine nicht angemeldete Versammlung mit etwa 30 bis 50 Teilnehmenden fest, bei der rote Pyrotechnik gezündet und politische Symbolik gezeigt wurde. Nach einer halben Stunde löste sich die Versammlung laut Polizei auf, ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde eingeleitet.
Am Wriezener Bahnhof sollen Polizeibeamte in zivil drei Männer, die mehreren Personen Cannabis und Kokain angeboten haben sollen, beobachtet haben. Als die Polizei einschritt, gelang einer der Personen die Flucht. Bei einem 36-Jährigen sollen Cannabis, Bargeld sowie ein Tierabwehrspray sichergestellt worden sein. Nach den polizeilichen Maßnahmen und der Aufnahme der Personalien wurde der Tatverdächtige entlassen.
Ebenfalls am Wriezener Bahnhof soll ein Polizist in zivil von einem 40-Jährigen zunächst verbal bedroht worden sein. Als sich der Polizist zu erkennen gab, soll der Tatverdächtige mit einer Glasflasche nach ihm geschlagen haben. Der Angriff konnte demnach abgewehrt werden.
Als der Mann anschließend mit der zerbrochenen Flasche erneut auf den Beamten losging, soll er mit Unterstützung weiterer Polizeikräfte festgenommen worden sein. Bei der Untersuchung fanden die Polizisten mehrere Substanzen, die im Verdacht stehen, Betäubungsmittel zu sein. Verletzt wurde niemand. Der 40-Jährige wurde nach einer freiwilligen Blutentnahme entlassen.
Gegen 0.50 Uhr sollen Einsatzkräfte in der Nähe des Uber Platzes beobachtet haben, wie mehrere Männer auf einen anderen Mann einschlugen und ihn dabei homofeindlich beleidigten. Ein 20-jähriger Tatverdächtiger konnte unmittelbar danach angehalten und identifiziert werden.




