Israeli verhindert Flugzeugabsturz dank Wissen aus TV-Serie – Co-Pilot stach Kapitän nieder
Ein israelischer Passagier hat auf einem Flydubai-Flug nach Tel Aviv einen Absturz verhindert – sein Wissen stammt aus einer TV-Serie.
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Eine Flydubai-Ersatzmaschine landet am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv mit Passagieren von Flug FZ1073, der nach Saudi-Arabien umgeleitet wurde.
Ein israelischer Passagier hat nach eigenen Angaben mithilfe von Wissen aus einer Fernsehserie geholfen, einen Flugzeugabsturz auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv zu verhindern. Mehr als 170 Menschen waren an Bord, als der Co-Pilot den Kapitän mit einer Waffe angriff.
Yaniv Hayun, 50, wird in Israel als Held gefeiert. Nach eigener Schilderung stürmte er ins Cockpit, als die Maschine bereits im Sinkflug war. Gemeinsam mit weiteren Passagieren überwältigte er den Co-Piloten des Flydubai-Flugs FZ1073 und zog anschließend den Steuerknüppel zurück, um die abstürzende Boeing 737 Max 8 wieder zu stabilisieren.
Auf die Frage von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, woher er gewusst habe, was zu tun sei, antwortete Hayun laut einem vom Büro des Regierungschefs veröffentlichten Video: „Ich schaue Air Crash Investigation, Herr Ministerpräsident.“
Hayun berichtete weiter, der Angreifer habe auf Englisch gerufen: „Kill me! Kill me!“ („Töte mich! Töte mich!“). Er habe das so verstanden, dass der Mann seine Mission für gescheitert gehalten habe und habe sterben wollen. Zwei weitere Piloten an Bord brachten die Maschine danach sicher im saudi-arabischen Tabuk zu Boden.
Die Behörden versuchen zu klären, was den Co-Piloten zu der Tat bewogen hat. Netanjahu sagte dem US-Sender Fox News, der Angreifer, ein omanischer Staatsbürger, habe eine „islamistische radikale Indoktrination“ durchlaufen. Diese Erkenntnis stamme aus dessen „persönlichen Informationen“. Weitere Details nannte er nicht, auch der Name des Mannes wurde nicht veröffentlicht.
Die Vereinigten Arabischen Emirate übernehmen nach eigenen Angaben die Führung bei den Ermittlungen zu einem möglichen terroristischen Hintergrund. Laut Netanjahu wird zudem geprüft, wie die Waffe ins Cockpit gelangte: Entweder habe der Co-Pilot sie an der Sicherheitskontrolle in Dubai vorbeigeschmuggelt, oder er habe eine im Cockpit verwahrte Notfallaxt benutzt.
Der britische Luftfahrtexperte Marco Chan von der Kingston University in London erklärte der New York Times, es handle sich dabei vermutlich um eine sogenannte Crash-Axt, mit der Besatzungen trainiert würden, den Rumpf aufzubrechen. Oman und Israel unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.
Die Maschine war nach dem Angriff laut der New York Times innerhalb von 30 Sekunden um mehr als 16.000 Fuß abgesackt, Gepäckfächer öffneten sich, das Seitenruder wurde beschädigt.