Brand in Berlin: Wann die U-Bahn-Linien 1 und 2 wieder planmäßig fahren

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Bahnhof Nollendorfplatz in Berlin ist, was die U-Bahn betrifft, der größte Umsteigeknoten der Stadt. Doch seit zwei Wochen sind die Aufgänge zur U2 nach Pankow und Ruhleben mit Flatterband abgesperrt, weil keine Züge zwischen Zoologischer Garten und Gleisdreieck verkehren.
Die U1 zwischen Uhlandstraße und Warschauer Straße wurde nach dem Brand an einem Sicherungskasten im Schaltraum am Bahnhof Wittenbergplatz am 17. September sogar gänzlich aus dem Betrieb genommen.
„Wenn keine unvorhersehbaren Hindernisse auftauchen, können die Züge der U1 und U2 voraussichtlich zum Start der kommenden Woche wieder planmäßig verkehren“, hieß es am Mittwoch (30.9.) von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG).
Die Situation erinnert an die 13-wöchige Sperrung, nachdem im vergangenen Jahr im U-Bahnhof Schlossstraße ein Brand in einem Betriebsraum ausgebrochen war. Auch dort war die Feuerwehr schnell vor Ort. Auch dort wurde zum Glück niemand verletzt.
Aber durch den Brand fiel die Signaltechnik auf der Linie U9 zwischen dem Rathaus Steglitz und der Station Bundesplatz aus. Der Verkehr war über vier Monate lang unterbrochen.
Am U-Bahnhof Kottbusser Tor in Berlin testet die BVG einen WhatsApp-Kanal für Müll und Schäden. Wir testen, ob das funktioniert.
Am 28. Februar 2024 brannte es auch im Tunnel der U6 zwischen den Bahnhöfen Reinickendorfer Straße und Kurt-Schumacher-Platz. Der Verkehr war sieben Wochen unterbrochen.
In diesen beiden älteren Fällen gehen Ermittler davon aus, dass Obdachlose die Brände entfacht haben könnten. Doch egal ob fahrlässige Brandstiftung oder technischer Defekt: Warum dauert es so lange, nach einem lokalen Brand die Züge wieder auf die Strecke zu bringen?
Die BVG will sich dazu momentan auf fachmännischer Ebene nicht detailliert äußern. Ihre Experten seien weiterhin vor Ort mit der Reparatur ausgelastet, heißt es auf Anfrage. Die Arbeiten im Technikraum am Wittenbergplatz seien so aufwendig, weil starke Rußablagerungen entstanden seien.
„Dass der Verkehr nach einem punktuellen Schadensereignis so empfindlich gestört wird, zeigt, dass das Berliner U-Bahnnetz nicht redundant ist“, sagt Christian Linow, Vize-Vorsitzender der IGEB (Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin e.V.). Ein redundantes System bedeutet, dass wichtige Teile oder Funktionen mehrfach oder doppelt vorhanden sind. Fällt eine Komponente aus, springt die andere sofort ein.
Der Unterweltenverein aktiviert in Berlin zwei Zivilschutz-Bunker für den Ernstfall. Im Interview erklärt Chef Dietmar Arnold, welche U-Bahnhöfe Schutz vor Drohnen bieten und wie es um OP-Bunker steht.




