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Eberhard Bezner: Früherer Olymp-Chef ist tot

Eberhard Bezner: Früherer Olymp-Chef ist tot

»Wir wollten vorwärts«, sagte der Hemdenfabrikant Eberhard Bezner einst über die Anfänge der Firma Olymp nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein Vater Eugen soll die ersten Hemden noch in der Waschküche produziert haben. Unter der Führung seines Sohns Eberhard verkaufte die Firma aus Bietigheim-Bissingen bald Hemden in aller Welt. Nun ist Eberhard Bezner im Alter von 90 Jahren gestorben. Er starb am Dienstag zu Hause im Kreis seiner Familie, teilte das baden-württembergische Unternehmen mit .

Bezner wurde 1935 in Stuttgart geboren. 1953 trat er nach einer Lehre zum Textil- und Einzelhandelskaufmann in das Unternehmen seines Vaters ein. Nur wenige Jahre später rückte er im Alter von 24 Jahren an die Spitze der Firma, nachdem sein Vater überraschend verstorben war.

Mehrere Jahrzehnte führte er das Familienunternehmen und richtete es zu einem immer stärker global agierenden Bekleidungshersteller aus. In den Sechzigerjahren verlagerte der »Hemdenpapst«, wie er laut »FAZ« von einigen genannt wurde , einen Teil der Produktion ins Ausland. Kritik konterte er demnach mit dem Satz: »Wäre ich seinerzeit nicht ins Ausland gegangen, gäbe es das Unternehmen Olymp nicht mehr«.

Er selbst brachte sich in seiner Heimat nicht nur als Unternehmer ein. Lange Jahre saß er für die CDU im Rat der Stadt Bietigheim-Bissingen. Zudem war er Fan und Mäzen des Handball-Bundesligisten SG BBM Bietigheim.

Bis 2010 führte Bezner das Geschäft von Olymp, nun steht sein Sohn Mark an der Spitze des Unternehmens. 2025 machte Olymp einen Umsatz von 198 Millionen Euro mit 816 Beschäftigten.

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