Erdbeben-Serie in Tirol: Starker Ruck lässt Häuser zittern – weitere Beben folgen
Gleich mehrfach bebt am Samstag in Tirol die Erde. Die stärkste Erschütterung erreicht bei Innsbruck eine Magnitude von 3,8. Bewohner berichten von wackelnden Häusern, klirrendem Geschirr und lautem Grollen – am Nachmittag folgt ein weiteres Beben.
Innsbruck – Gleich mehrere Erdbeben haben Tirol am Samstag (26. September) erschüttert. Besonders deutlich war ein Beben am Vormittag im Großraum Innsbruck zu spüren. Der Österreichische Erdbebendienst der GeoSphere Austria registrierte eine Magnitude von 3,8. Das Epizentrum lag bei Aldrans südöstlich der Tiroler Landeshauptstadt.
Um exakt 9.56 Uhr und 56 Sekunden setzte die Erschütterung ein. Nach Angaben des Erdbebendienstes wurde sie als deutliche, ruckartige Bewegung des Untergrunds wahrgenommen. Zahlreiche Menschen meldeten außerdem ein hörbares Grollen.
Wie deutlich das Beben zu spüren war, zeigen Berichte aus mehreren Orten. In Wattens wurde zunächst ein lauter Knall wahrgenommen, anschließend soll der Boden mehrere Sekunden gewackelt haben. Im Innsbrucker Stadtteil Olympisches Dorf berichteten Menschen von klirrendem Geschirr und lautem Grollen. Auch aus Sistrans wurden stark wackelnde Gebäude gemeldet.
Bei einem Erdbeben dieser Stärke können vereinzelt leichte Schäden auftreten. Nach den bislang veröffentlichten Informationen wurden jedoch keine konkreten Gebäudeschäden bekannt.
Die Erschütterung am Vormittag blieb nicht das einzige Ereignis. Bereits um 6.36 Uhr war im selben Gebiet ein deutlich schwächeres Beben mit einer Magnitude von 1,6 registriert worden. Dieses wurde vereinzelt von der Bevölkerung wahrgenommen und könnte nach Angaben des Erdbebendienstes als mögliches Vorbeben eingeordnet werden.
Am Nachmittag folgte die nächste Erschütterung: Gegen 13.36 Uhr bebte die Erde südlich von Innsbruck erneut. Dieses Beben erreichte laut den vorliegenden Angaben eine Magnitude von 2,1 und war stellenweise ebenfalls zu spüren.
Die Region rund um Innsbruck war bereits in den vergangenen Wochen wiederholt seismisch aktiv. Am 14. September registrierte GeoSphere Austria dort ein Beben mit einer Magnitude von 1,9. Anfang September gab es östlich von Innsbruck sogar mehrere Erschütterungen bis Magnitude 2,6.
Noch deutlicher fiel ein Beben am 8. August bei Hall in Tirol aus. Damals wurde eine Magnitude von 3,5 gemessen. Mehr als 1600 Wahrnehmungsberichte gingen bei GeoSphere Austria ein. Einige Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen, Gegenstände bewegten sich und vereinzelt wurden leichte Schäden wie Haarrisse im Verputz gemeldet.
Nicht nur in Tirol war zuletzt seismische Aktivität zu beobachten. Erst wenige Tage zuvor registrierte der Erdbebendienst Bayern bei Massing im Landkreis Rottal-Inn ein Beben der Magnitude 2,6. Es gehörte damit zu den stärksten in Bayern gemessenen Erdbeben der vergangenen Jahre.
Für die Bevölkerung war die Erschütterung allerdings kaum wahrnehmbar.




